Bewertung: ****_
Ich hab mir das (fast) neue Album von Korn mit dem Titel Untitled (oder mit keinem Titel oder mit dem Titel "Korn", je nachdem wo man nachliest) gekauft und habe dann gleich die ersten paar Tracks am Notebook nebenbei mitlaufen lassen. Ich muss sagen, ich war gleich mal ziemlich enttäuscht, habe das Album dann aber trotzdem auf CD gebrannt und ins Auto getan.
Im Auto dann mal etwas lauter aufgedreht und auch mit ordentlich viel Bass reingehört, und das hört sich doch gleich viel besser an. Jetzt ist mir auch klar warum ich am Anfang so enttäuscht von dem Album war, nämlich: 1. habe ich es nicht mal zur Hälfte gehört, 2. ist es ganz anders als ich mir das erwartet hätte und 3. wirken die flächigen Klänge, die in vielen der Songs aufgebaut werden auf so Low-Tech equipment wie den MacBook Lautsprechern überhaupt gar nicht. Das Album ist dann auch auf der FM4-losen Strecke (Regensburg-Erlangen) fast 2x durchgelaufen, und mittlerweile gefällt es mir ziemlich gut.
Zum Thema ganz anders als erwartet: Ich habe in Letzter Zeit wieder mal mehr nu-Metal gehört (das ist bei mir so Phasenweise ;) ), und hätte mir einfach etwas in der Richtung erwartet, da ja Korn als Mitbegründer des Genres gelten. Und das ist es dann halt überhaupt nicht. Viele der Songs gehen sehr stark in Richtung Industrial, manche erinnern sogar an die härteren Lieder von Filter. Eigentlich ist keiner der Songs so richtig hart oder schnell, aber alle haben eine gewisse Schwere an sich und der Beat und Bass sind schon recht gut. Allerdings kling gerade der Bass ziemlich künstlich, manchmal etwas elektronisch, also auch eher zu Industrial passend.
Auf der negativen Seite muss man hier unbedingt anmerken dass manche Songs teilweise etwas seicht wirken. Zum Beispiel finde ich den Refrain von "Hold On" fast etwas Hard Rock - mässig. Und der Schluss von "Kiss" ist ganz schlimm. Das Lied wäre echt super, romantisch, etwas melancholisch und drückend Hoffnungslos, und dann dieser Scheiss-Kitschige Schluss... Nicht Auszuhalten!
Trotzdem, es ist keines der Lieder schlecht, alle kann man sich Anhören und einige Songs sind echt gut. Zu den Highlights zählen meiner Meinung nach das extrem gute Intro, "Evolution", "Overture or Obituary" (das ist ein Bonus - Track den man nur über iTunes bekommt) und "Kiss" (bis auf die beschissenen letzen 12 Sekunden). Auch wenn es angeblich einige eingefleischte Korn-Fans enttäuscht hat finde ich dieses Album wirklich gelungen (nach 2x hören. Wie es nach 20x ist kann ich natürlich noch nicht beurteilen). Ich gebe ihm 4 von 5 Sternen.
Das Album "Kopfhörer" von Fiva & Radrum habe ich mir gleichzeitig mit dem The Used - Album gekauft, ich komme allerdings erst jetzt dazu ein Review zu schreiben, da ich mir das Album ein paar mal anhören wollte bevor ich darüber berichte. Also: es handelt sich dabei um deutschen Hip-Hop, was ja normalerweise überhaupt nicht mein Ding ist, aber dieses Album bildet hier eine Ausnahme. "Kopfhörer" ist 2006 erschienen, also ist das hier ein Review von einem ziemlich alten Album. Ich hoffe das stört niemanden ;)
Die Musik ist eher gemütlich, aber nicht unbedingt immer langsam. Ronny meinte es erinnert ihn an "Die Firma" - diese Meinung teile ich allerdings überhaupt nicht. Fiva ist eine echt gute Rapperin und ihre Texte sind wirklich tiefgründig. Deswegen sollte man sich unbedingt mal die Zeit nehmen und das Album bewusst durchhören, obwohl es sich aufgrund der angenehmen Musik auch sehr gut für nebenbei eignet.
Eigentlich fällt mir nichts negatives ein was ich über dieses Album sagen könnte, dafür aber viel Lob für die extrem guten Rap-Songs mit einem Beat der wirklich reingeht und interessanten Texten. Also: Ein Album das ich echt empfehlen kann!
Kürzlich bin ich beim durchzappen auf MTV hängengeblieben und war ganz erstaunt dass da tatsächlich Musik lief. Noch dazu gute, nämlich von The Used "The Bird And The Worm". Da wollte ich dann mehr wissen und habe mir sofort das Album "Lies for the Liars" gekauft.
Das Album ist ziemlich melodischer Heavy Metal, nicht allzu hart (einige Songs durchaus MTV-tauglich) aber trotzdem nicht uninteressant. Der Stil von "The Used" erinnert mich irgendwie ein bisschen an Helloween, vor allem der Gesang und die Gitarrensolos. Allerdings sind "The Used" natürlich viel moderner.
"Lies for the Liars" ist gar kein schlechtes Album, und die Songs sind so angeordnet dass man es gut am Stück durchhören kann. Allerdings denke ich könnten einige der Songs langweilig werden wenn man sie öfter hört. Trotzdem, im Grossen und Ganzen eine positive Bewertung.