Wie stellt sich der Otto-Normal-Mensch einen Computer-Freak (=Geek) vor. Er sitzt den ganzen Tag vor dem Computer, daneben raucht der Lötkolben und viel elektronisches Klump liegt herum.
Manchmal werd sogar ich dieser Vorstellung gerecht z.b. am Samstag:
Das Dell Notebook meiner Schwester hat den Geist aufgegeben, es läßt sich nicht mehr einschalten. Laut Recherchen im Internet ist es bei diesen Notebook häuft der Fall das das Motherboard kaputt wird.
Also so ein Motherboard über eBay zu bekommen kann ja kein grosses Problem sein. Jedenfalls ist mein erster Ersteigerungsversuch am Samstag schiefgegangen weil mich noch jemand überboten hat. Also musste ich ein neues Suchen. Daraufhin stoß ich auf eine Auktion wo jemand anbietet das Motherboard herzurichten. Ich hab mir gedacht, was der kann, kann ich auch! Also muss es doch irgendwo im Internet eine Anleitung geben wie man das Teil herrichtet bzw. was genau kaputt ist.
Google anwerfen und Suchen. Es dauert nich lange und ich lande im Dell Forum wo jemand beschreibt, das hinter dem C-Deckel auf der Unterseite des Notebooks ein IC nachgelötet gehört, weil da eine Führungschiene des Deckels draufdrückt, falls das nicht helfen sollte sollte man das Bauteil austauschen, welches man für 36 Cent bekommt.
Ich dachte mir ich versuch es mal mit nachlöten.
Damit ich an das Bauteil vernünftig rankomme, musste ich das Notebook komplett zerlegen. Als das Motherboard frei da lag hab ich einfach jedes Füßchen des besagten ICs mit dem Lötkolben erhitzt und danach alles wieder zusammengebaut.
Dann wurde es kurz spannend als ich den Einschaltkopf drückte, aber siehe da, das Notebook ist zum Leben erwacht.
Ich hab dann noch die Führungsschiene von dem Deckel gekürzt, und wie es Aussicht funktioniert jetzt das Notebook wieder einwandfrei.
Ach ja, Dell hätte für die Reparatur 500 Euro verlagt ;-)